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PETER UNCINO

Mit Milva, David Riondino und Nicola Alcozer
Musik von Marco Tutino
Text von Michele Serra
Regie Giorgio Gallione


Infos: phone 010 6592.217

Lies die Kritiken zum Stück
Genaue Daten unter "Live"
 

 

 







Der Kommentar von Marco Tutino bietet Ihnen einen Einblick in das Stück. "Heutzutage kommt es vor, dass ein Stück nicht genau eingeordnet werden kann, vor allem dann, wenn es überwiegend aus Musik besteht. Wenn die Musik dann nicht dem entspricht, was man laut Globalisierung unter eindeutig versteht, wird es noch schwieriger: lyrische Oper? Melolog? Musical? Tatsache ist, dass wir uns in einem Augenblick des Übergangs befinden, in dem sich die Genres verändern (oder es versuchen), aus ihrer geschichtlichen Umgebung hinaustreten und nach neuen Möglichkeiten suchen, was, wie immer, neue Zuhörer und möglicherweise neue Orte voraussetzt. Peter Uncino ist daher eine Bühnenhandlung mit einem Musik- und einem Sprechtext. Die Musik erzählt ihre Dramaturgie und die beiden Charaktere erzählen ihre Geschichte, wobei der eine überwiegend spricht und der andere die meiste Zeit singt. So gibt es Lieder, die ihre Sprache zwangsläufig aus der Tradition der Konsummusik des gerade vergangenen Jahrhunderts schöpfen, und es gibt reine Musik, die von sich selbst spricht und den Text umgibt, der sie begleitet. In der Geschichte, die sich schwer zusammenfassen lässt, geht es um das Ende der Träume. Wenn man feststellt, dass die Wirklichkeit härter ist, als man sie sich vorgestellt hat, muss jeder seinen eigenen Weg finden, um damit umzugehen. Einige geben dabei vollkommen dem Zeitgeist nach, andere wiederum halten eine gewisse Beziehung zur Utopie aufrecht... Unser Held Peter stellt langsam fest, dass er Uncino (Captain Hook) sehr viel ähnlicher ist als er dachte. Möglicherweise geschieht aber auch das Gegenteil, dass der alte Captain mit dem Alter sanftmütiger wird und eher bereit ist, den anderen den Vortritt zu lassen. Eine seltsame Konvergenz also, die zwei gleichzeitig nebeneinander und gegeneinander verlaufende Bahnen zeigt, und eine beunruhigende Frage zum Sinn des Lebens und dem Schwinden jugendlicher Hoffnungen, mit der sich jeder eines Tages konfrontiert sieht. In diesem Peter Pan gibt es somit nichts Tröstendes und Erbauliches. Das Stück ist ausserdem Überlegung hinsichtlich der Schmeicheleien der Macht, im wahren sowie übertragenen Sinne des Wortes: Die Macht über andere in allen Formen, in denen sie sich äussern kann. Dies ist mehr oder weniger der Sinn, der Grund, Peter Pan und seinen ewigen Gegenspieler Captain Hook (der, wie Sie sicher bereits verstanden haben, nichts anderes als ein "Double" Peters ist: Die Beute ist auch immer der Jäger) auf die Bühne zu bringen."

Auf dieser Seite Szenenfotos aus "Peter Uncino". Fotos: Bepi Caroli.
Ein Dank an das Pressebüro des Teatro dell'Archivolto.



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